Mindset

Einfluss nur auf Lebensführung
Die menschliche Gesundheit ist ein Zusammenspiel aus Genetik und Lebensführung. Auch Umwelteinflüsse können eine Rolle spielen. Die Genetik macht aber weniger aus als Sie denken und lässt sich ohnehin wie die Umwelt nicht beeinflussen, unsere Lebensführung dagegen sehr wohl.

Bestimmte Verhaltensweisen, bestimmte Krankheiten
Alles hängt mit allem in unserem menschlichen Körper und Geist zusammen. Das macht es so komplex, dennoch werden bestimmte Krankheiten durch bestimmte Verhaltensweisen bedingt. Die Beziehung zwischen Verhalten und vielen Krankheiten steht fest, auch wenn es immer zu viele weitere Faktoren im menschlichen Leben gibt, um den Zusammenhang allein darauf zu beschränken. Viele Ärzte betonen die hohe Korrelation, wenn Sie sagen: „X macht Y“. Schon jetzt lassen sich persönliche Lebenserwartungen und Sterbewahrscheinlichkeiten von Menschen in Abhängigkeit von ihrer Lebensweise berechnen und vergleichen. Man kann sagen, dass unterschiedliche Lebensweisen zu extrem unterschiedlichen Lebenserwartungen führen können. So können sie -bei vergleichbarer Genetik- Monate, aber auch viele Jahre bis hin zu Jahrzehnten betragen. Mit solchen Berechnungen könnte man Menschen begreiflicher machen, wie verantwortlich sie selbst für ihre Gesundheit sind. Oder negativ formuliert, wie verantwortlich sie für ihre Sterbewahrscheinlichkeit in einem bestimmten Zeitraum sind. Damit könnte man es besser verdeutlichen als noch so viele gut gemeinte Hinweise zu gesundem Verhalten. Es macht einen großen Unterschied, ob man schon Anfang Siebzig oder erst in den eigenen fortgeschrittenen Achtzigern verstirbt – viele schöne Lebensjahre mit Enkeln, Reisen und viel freier Zeit für das, was man schon immer mal machen wollte, müssen nicht verloren gehen.

Unkenntnis von Zusammenhängen
Viele Kausalzusammenhänge von Verhalten und Erkrankungen sind bekannt und immer wieder in Studien bewiesen, aber längst nicht jedem Menschen geläufig.

Verhalten und Erkrankung liegen häufig viele Jahre bis hin zu Jahrzehnten auseinander
Ursache und Wirkung zeigen sich zudem häufig nur extrem zeitversetzt – zwischen Verhalten und Erkrankung können mehrere Lebensjahrzehnte liegen. Man bekommt häufig ganz lange Zeit kein Feedback vom Körper. Etwa beim Rauchen, das unheimlich schädlich für jeden menschlichen Organismus ist, aber nicht so schädlich, dass man die negativen Auswirkungen schon nach einer kurzen Zeitspanne von wenigen Tagen oder Wochen nach dem Rauchen spüren würde. Wenn das nicht so wäre, würden sicherlich viel weniger Menschen rauchen. So ist es leider auch bei vielen anderen ungesunden Sachen wie dem vielen Sitzen. Wir sitzen morgens beim Frühstück, im Auto oder Bahn zur Arbeit, am Schreibtisch und am Feierabend beim Fernsehen, Surfen, Unterhalten und Lesen, häufig in Summe 10, 12 Stunden und mehr am Tag. Viele Mittelmeerurlaube als Kind und ausgiebiges Sonnenbaden als Jugendlicher sind weitere gute Beispiele dafür – schön, wenn Ihre Eltern eher Nord- oder Ostsee- als Mittelmeerurlauber in der damaligen Zeit mit den üblichen Lichtschutzfaktoren 2, 4 und 8 waren.

Ungesundes summiert sich
Ungesunde Sachen summieren sich leider und verstärken einander, so belasten viele rauchende Menschen mit sitzenden Bürotätigkeiten, die gerne in der Sonne liegen, ihre Gesundheit in mehrfacher Weise.

Zukunft für Menschen schwer greifbar
Der Mensch tut sich ohnehin schwer, konkret über die Zukunft nachzudenken, insbesondere über seine eigene. Es gibt zu viele Unbekannte, und wenn ja, befasst er sich nur selten mit seinem möglichen Gesundheitszustand im fortgeschrittenen Alter. Krankheiten in der fernen Zukunft zu antizipieren, die man noch nie erlebt hat, fällt schwer und möchte man auch nicht. Es fällt ihm gedanklich viel leichter sich damit auseinanderzusetzen, was er erlebt oder erlebt hat, was ihn aber auf die Vergangenheit und vor allem die Gegenwart limitiert. Allenfalls die nahe Zukunft scheint ihm einschätzbar, besser short-term als long-term sozusagen wie bei den meisten Boni und Incentives. Kürzere Zeitspannen kann man intellektuell besser überblicken als viele Jahre oder gar Jahrzehnte.

No sports, please
Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, kommt hinzu, dass ganz viele Menschen körperliche Anstrengungen ablehnen und zu vermeiden versuchen. Ganze Nationen bewegen sich daher viel zu wenig als es gesund wäre, von Sport, regelmäßigen oder leistungsbezogenen Sport ganz zu schweigen. Produkte und Services, die hauptsächlich oder zumindest als Zusatzeffekt menschlichen Bewegungsaufwand reduzieren, gibt es zuhauf und werden grundsätzlich immer wirtschaftlichen Erfolg haben, solange es die Menschheit gibt – dafür sind der weltweite Erfolg von Smartphones und des Onlinehandels über fast alle kulturellen Grenzen hinaus gute Beispiele, nur die Kombination aus beidem hat noch größeren Erfolg und einen der reichsten Menschen der Welt hervorgebracht. Andere Geschäftsmodelle, wie sie etwa viele Social Media-Angebote verfolgen, haben ähnlich großen Erfolg. Sie setzen ebenso auf die Bequemlichkeit des Menschen in Form des immer verfügbaren und im Sitzen und Liegen bedienbaren Smartphones als auch den tief verwurzelten Wunsch der Nutzer nach Information, Anerkennung und Bedeutung durch ausgeklügelte Belohnungssysteme wie Likes, Punkte, Herzen oder Follower. Wieder ein kleiner Bildschirm mehr, der die Menschen genau wie die Bildschirme am Arbeitsplatz, der Fernseher am Abend oder am Wochenende für Serien, Sportübertragungen und Co oder die vielen Spielekonsolen und Tablets sich nicht bewegen lässt.

Selfish-Brain
Des Weiteren veranlasst leider das zum Selbsterhalt oder besser zur Selbstsucht neigende Gehirn den Menschen, sich häufig ungesund zu verhalten, also beispielsweise zu viel und zu viel Hochkalorisches zu essen. Das insofern zu Recht genannte Selfish-Brain lässt sie im Extremfall auch jeglicher Sucht nachgehen, die häufig ein Supergau für die Gesundheit ist. Sei es Drogen, Alkohol, Glücksspiel, Smartphones, Social Media, Computerspiele, Medikamente, Zockereien an der Börse oder Kombinationen daraus, nur, um sich kurzfristig gut zu fühlen. Das Belohnungszentrum im Gehirn, das jeder, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung hat, triggert permanent ebenso viele ungesunde Verhaltensweisen. Nicht nur das immer wiederkehrende Verlangen nach Süßigkeiten, sondern auch der Kauf von Produkten, auch solcher eigentlich viel zu teuren Luxusprodukte mit sagenhaften Margen, gehen zunächst auf sein Konto und dann auf das Konto des reichsten Europäers und zeitweise reichsten Menschen der Welt.

No risk, no fun
Dann gibt es noch jene Verhaltensweisen, die vielleicht nichts unmittelbar mit dem selbstsüchtigen Gehirn oder dem Belohnungszentrum zu tun haben, aber schlicht Spaß machen, auch wenn sie ungesund sind oder ungesund werden können.

Ungesunde Berufe
Ferner lassen sich manche schädlichen Verhaltensweisen nur schwer vermeiden, wenn sie beruflich veranlasst sind und Sie den Beruf nun einmal in der Regel nahezu täglich ausüben müssen. Wer keine höhenverstellbaren Schreibtische und das Arbeiten im Stehen mag, kann sich dem vielen Sitzen, das zu zahlreichen beruflichen Tätigkeiten in der heutigen Zeit gehört, schwer entziehen.

Falsche Annahmen
Auch der Irrglaube ist bisweilen weit verbreitet und führt zu falschen Verhaltensweisen: So schadet es dem Menschen mit seinen zahlreichen Gelenken und Bandscheiben nicht etwa sich zu viel zu bewegen, sondern sich zu wenig zu bewegen. Gerade Bandscheiben lieben die Bewegung und nutzen sich nicht deswegen ab. Das Gegenteil ist der Fall. Das gilt auch für den ganzen Bewegungsapparat, zumindest wenn die Bewegungen ausgewogen und nicht zu einseitig sind.

Dauerfreude über Gesundheit kaum möglich
Schließlich ist der Mensch nicht der Lage, sich permanent über etwas zu freuen was er hat, auch nicht über die Gesundheit. Er muss dazu erst das Gegenteil erfahren, um sich dessen bewusst zu werden oder sich an der Besserung erfreuen zu können.

Die Tatsache, dass niemand mit einem kranken Menschen tauschen möchte, unabhängig davon, was ihn sonst noch ausmacht oder reich er ist, zeigt deutlich wie schlimm Krankheiten sind. Mit schweren Erkrankungen kann man kaum ein glückliches Leben führen, sie bewirken häufig eine tiefe Zäsur im Leben aller, die sie erleiden.

Vielbeschäftige haben’s schwieriger
Gesund zu leben ist für Leute, die viel zu tun haben, schwieriger, weil sie häufig einer größeren mentalen Belastung ausgesetzt sind und vor allem weniger Zeit für sich haben, gesundheitliche Aspekte zu berücksichtigen. Dabei ist es für sie umso wichtiger, wenn auf ihren Körper und Geist viel beruflicher Stress einwirkt.

Selbst Maschinen werden nur selten 80, 90 oder gar 100 Jahre alt und wenn ja, nur bei ausgezeichneter Wartung und konstanter Belastung.

Zu Krankheiten gesellen sich gerne andere Krankheiten
Wenn der Mensch aber seine allgemeine Gesundheit verliert und vieles aus dem Gleichgewicht kommt, ist es häufig schon zu spät. Schnell stellen sich multimorbide Szenarien ein, weil Krankheiten häufig andere Krankheiten begünstigen.

Es ist nie zu spät
Die gute Nachricht ist aber, dass es nie zu spät ist mit ungesunden Dingen aufzuhören. Selbst das Rauchen erst mit 50 oder 60 aufzugeben, wird sich noch lohnen. Ebenso lohnt es sich auch noch im hohen Alter mit gesunden Lebensweisen anzufangen, um sie für eine bessere Gesundheit ungesundem Verhalten entgegenzusetzen zu können. Warum also nicht regelmäßig Freunde zu Fuß besuchen, auch wenn man kilometerlang dorthin spazieren und auch wieder zurück muss – man muss es ja nicht bei schlechtem Wetter und Dunkelheit machen. Auch Strecken von 5 Kilometer und mehr schaffen Sie im Alltag locker, wenn Sie beweglich nicht eingeschränkt sind und nur früh genug losgehen. Genauso gut können Sie sich angewöhnen Fahrrad zu fahren, weil sich dabei Bewegung und frische Luft ebenso ideal ergänzen.

Gesundheit ist das Verhältnis von gesundem zu ungesundem Verhalten
Die Mathematik dient der Medizin zunehmend als Hilfswissenschaft. Mit immer höheren Rechenleistungen und zunehmend KI gestützten Computerprogrammen lassen sich Wahrscheinlichkeiten für Erkrankungen und Todeszeitpunkte immer genauer bestimmen. Die Wissenschaftler schauen sich dafür zehntausende Röntgenbilder an und analysieren Blut und deren Marker. Versicherungen versuchen schon jetzt den Todeszeitpunkt ihrer Versicherten zu bestimmen, um bei Lebensversicherungen das wirtschaftliche Risiko besser abwägen zu können. So wird es in Zukunft auch besser funktionieren, atypische Umstände zu berücksichtigen und in die Berechnung aufzunehmen. Gesundheit ist immer auch das Verhältnis von ungesunden und gesunden Verhalten für Körper und Geist, wenn man von der eingangs erwähnten Genetik und Umwelteinflüssen einmal absieht. Bei der Bestimmung der Gesundheit eines Menschen geht es also um die Ermittlung eines Quotienten bzw. der Ratio zwischen gesunden und ungesunden Lebens- und Verhaltensweisen. Um das Verhältnis zu bestimmen, muss zunächst ungesundes und gesundes Verhalten ermittelt werden, um es anschließend ins Verhältnis setzen zu können. Der Einfachheit halber kann man auch gesundes Verhalten und das Unterlassen von ungesundem Verhalten jeweils wie in diesem Spiel positiv bewerten, um sich ein besseres Bild von seiner eigenen Lebensweise zu machen.

Gewohnheiten haben eine große Bedeutung
Dabei können Gewohnheiten der beste Freund oder der schlimmste Feind sein, je nachdem, ob es eine gesunde oder ungesunde Routine ist. Denn wenn man Dinge nahezu täglich macht, sind sie ein sehr großer Faktor. Allein im Erwachsenenalter von 18 bis 60 Jahre finden sie 42 Jahre lang im Leben statt, also 42 Jahre multipliziert mit 365 Tagen eines jedes einzelnen Jahres. Deutlich über 15.000x tun Sie sich entweder was Gutes oder etwas Schlechtes. Noch viel klarer wird dieser grundlegende Zusammenhang für Ihre Gesundheitsbilanz, wenn sich die Gewohnheit zeitlich durchschnittlich in Minuten bemessen lässt – dann wird das ohnehin schon große Produkt seinerseits multipliziert mit einem 3. Faktor abstrakt groß, kaum noch für den Geist fassbar und schnell zu einer bloßen Zahl auf dem Taschenrechner.

Anders ausgedrückt: Wenn Sie es schaffen, jeden Tag im Durchschnitt, um nur wenige Prozente gesünder zu leben, also gesunde Verhaltensweisen zu erhöhen und ungesunde Verhaltensweisen zu senken, haben Sie zu einem bestimmten Stichtag im fortgeschrittenen Alter eine ganz andere Gesundheitsbilanz. Vergleichbar mit dem Zinseszins-Effekt, sehr langfristigen Geldanlagen oder dem Reiskorn auf dem Schachbrett. Auch Investoren von Startups wissen, dass ein Management, das nur um wenige Prozente jeweils bessere Entscheidungen trifft, schon nach kurzer Zeit das bessere Unternehmen hat und es längerfristig zu einem ganz anderen und viel erfolgreicheren Unternehmen wird.

Mehr und gesündere Lebensjahre
Sie haben dann nicht nur mehrere Lebensjahre gewonnen, sondern vor allem mehrere gesunde Lebensjahre vor sich, wenn sich Krankheiten aufgrund der gesünderen Lebensweise erst später oder gar nicht einstellen. Es geht also vor allem um ein gesünderes und schöneres und nicht nur um ein längeres Leben. Schön ist es, wenn man auch mit über 80 am familiären, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben ohne große Einschränkungen teilnehmen und dies selbstbestimmt tun kann, so wie man es auch immer zuvor getan hat. Man kann das Leben dann nahezu linearer bis zum Tod leben, ohne dass sich die letzten Jahre sehr von den Lebensjahren zuvor unterscheiden.

Sonstige Gesundheitsverluste sind unwahrscheinlich
Natürlich können Sie auch einen disruptiven Gesundheitsverlust erleiden, wenn Sie Opfer eines Unfalls im Verkehr oder im Haushalt oder einer Straftat werden, aber auch da hilft Ihnen die Mathematik in Form der Statistik: Solch schlimme Dinge geschehen glücklicherweise wirklich selten, vor allem, wenn Sie oder Ihr Verhalten für das Ereignis nicht mitkausal gewesen sind. Alles braucht ein Initial und muss Spaß machen, um es dauerhaft zu machen. Gesundheit ist ein absolutes Dauerthema, so lange wie Sie leben. Daher ist für die Darreichungsform dieser Erkenntnisse zur Gesundheit bewusst ein Spiel gewählt worden, um sich spielerisch und mit etwas Humor (der soll ja bekanntlich auch sehr gesund sein) damit zu befassen. Sie müssen schließlich selbst gesund leben wollen, sonst werden Sie es nicht tun.

Gesundheit ist leider Privatsache
Gesundheit ist häufig Privatsache, weil sie das Ergebnis vieler ganz persönlicher und privater Verhaltens-, Ess- und Denkweisen ist. Krankheiten sind meistens noch privater. Viele beschäftigen sich mit ihrer Gesundheit nur allein, allenfalls mit dem Partner, engen Freunden und dem Hausarzt findet ein Austausch darüber statt. Im besten Fall werden dann Erfahrungen geteilt oder wichtige Impulse gegeben. In der Schule wird es nicht verpflichtend unterrichtet, ebenso ist es nicht Teil von Studiengängen. Um Gesundheitswissen muss man sich selbst kümmern, es ist allerdings in den höheren Einkommens- und Gesellschaftsschichten wesentlich präsenter und zutreffender vorhanden. Eine größere Nähe zu dem Thema hat man auch, wenn man Ärzte in seinem Freundeskreis hat und man sie nicht nur als Patient zu Gesicht bekommt. Immerhin gibt es in Unternehmen zunehmend ein Bewusstsein für die Work-Life-Balance, gesundes Essen, ein Job Bike, Obstkörbe, Mitgliedschaften in Fitnessstudios, Angebote zur Resilienz bis hin zu Vitamin D-Bestimmung, jedenfalls in Stellenbeschreibungen, auf Unternehmensseiten und im eigenen Interesse, nicht so viele kranke Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu haben.

Viel Disziplin hilft viel
Es kostet hier und da durchaus Disziplin, gesunde Sachen zu machen und beizubehalten als auch ungesunde dauerhaft zu lassen. Es sich einfach zu machen, funktioniert häufig nicht, wenn Sie nachhaltig gesund bleiben möchten. Völlig klar, viele gesunde Dinge macht man eben nicht gerne, dagegen manche ungesunde schon. Welche dies genau oder gerade nicht sind, kann von Mensch zu Mensch natürlich sehr unterschiedlich sein. Aber es lohnt sich! Die Aussicht auf ein längeres und vor allem gesünderes und damit viel schöneres Leben sollte es Ihnen wert sein. Krankenhausaufenthalte sind vermeidbar. Sie müssen keine Schmerzen wegen Krankheiten haben, die von ihnen ausgehen oder sie ankündigen. Sie müssen auch keine Rückenschmerzen hinnehmen oder sich mit Verspannungen im Nacken herumschlagen. Einschränkungen wegen einer Krankheit in Ihrem Leben können so belastend sein wie die Krankheit selbst. Das gilt auch für einen Sport, den Sie dann nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr so gut ausüben können.

Kleine Veränderungen, große Wirkungen
Manchmal hilft es schon kleine Dinge umzustellen. Auch wenn Sie nur ein paar der auf den Spielkarten thematisierten Dinge machen, anders machen oder weglassen kann es Ihnen sehr helfen. Dafür müssen Sie nicht die Butter auf Ihrem Brot weglassen, Kalorien zählen oder wissen, wie man den Body-Mass-Index bestimmt. Keiner möchte Ihnen den Spaß am Leben oder am Essen nehmen – genau das Gegenteil ist der Fall, Ihr Leben wird Ihnen bei guter Gesundheit viel mehr Spaß machen!

Krankheiten sind häufig kein Zufall
Sagen Sie nicht, Sie haben Pech gehabt, wenn Sie eine der zahlreichen Zivilisationskrankheiten bekommen und vorher genau so gelebt haben. Der Mensch ist ein Wunderwerk der Natur und extrem widerstands- und anpassungsfähig, aber nach vielen Jahren und Jahrzehnten mit zu viel schädlichen und zu wenig gesunden Minuten und Stunden kann er an sein Limit kommen und mit Krankheiten reagieren. Bitte sein Sie auch nicht überrascht, wenn Ihr Körper einen Diabetes oder Vorstufen davon entwickelt, Sie eine Demenz bekommen oder irgendwo Krebs entsteht oder gar einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden, weil Sie alles dafür machen, Ihren Blutzucker in die Höhe zu treiben und nichts dafür ihn wieder zu senken. Wenn Sie jahrzehntelang viel und schlecht essen und keinen Sport machen, sterben Sie früher, als wenn Sie es anders gemacht hätten. Die Überlegung, dass es auf ein paar Jahre hinten raus nicht so sehr ankommt, weil man von ihnen meistens nicht so viel hat, hilft nicht weiter. Sie bekommen mit viel höherer Wahrscheinlichkeit früher gesundheitliche Probleme, also vielleicht noch in Ihrem Berufsleben oder kurz nach Ihrem Ruhestand, die Sie dann möglicherweise umso länger in Ihrem Leben begleiten werden. Und Sie können Krankheiten und Einschränkungen in höherem Alter genauso wenig gebrauchen. Wenn Sie 80 sind, fällt es Ihnen höchstens einfacher sie zu akzeptieren. Aber Sie können bei vielen Krankheiten nicht überrascht sein, die man mit Übergewicht assoziiert, wenn Sie vorher lange, wenn auch möglicherweise nicht so ausgeprägtes Übergewicht hatten. Der Körper signalisiert jedem durch Übergewicht, dass Essen und Bewegung in einem schlechten Verhältnis stehen, auch wenn man die erschreckenden weißen Fettablagerungen an den Organen im Körper nicht sieht. Natürlich muss man zugestehen, dass jeder Mensch einen anderen Stoffwechsel hat und insofern viel schneller zunehmen kann als andere, aber das ist Krankheiten nun einmal egal.

Das beste Investment ist Gesundheit
Betrachten Sie Ihren Körper als Unternehmen, in das Sie investieren müssen. Keiner außer Ihnen kann es jedoch tun, keiner kann Sport für Sie machen und keiner kann für Sie weniger essen. In diesem Punkt sind alle Menschen gleich, sein sie noch so mächtig, vermögend oder bekannt. Sie können selbst mehr für Ihre Gesundheit tun als alle Ärzte dieser Welt. Sie kennen Ihren Körper am besten und wenn Sie dieses Gefühl nicht haben, lernen Sie Ihren Körper besser kennen. Viele Alterserkrankungen sind nicht vorbestimmt, sondern ein Arbeitszeugnis, das Ihnen der Körper ausstellt. Sie werden keinen Arzt finden, der behaupten wird, dass verhaltensbedingte Krankheiten behandeln besser ist als sie zu vermeiden.

Prävention ist die Erfolgsformel
So wie viele Krankenkassen und die Gesundheitspolitik verstärkt auf Prävention und Prophylaxe setzen, Anreize für gesundes Leben schaffen und Aufklärung leisten, setzt auch dieses Spiel darauf, gleichwohl muss jeder Spieler alles für sich selbst umsetzen. Fest steht ebenso, dass Menschen grundsätzlich eine höchst unterschiedliche Motivation in sich tragen, so ist auch die Motivation gesund zu leben sehr unterschiedlich ausgeprägt und verteilt.

BioAge
Managen Sie nicht nur ein Unternehmen gut, sondern auch sich selbst. Machen Sie sich biologisch jünger, denn Sie können es. Ihr biologisches Alter muss nicht Ihrem tatsächlichen Alter entsprechen – 5 bis 10 Jahre schaffen Sie locker und die sieht man Ihnen übrigens auch an. Insbesondere dann, wenn sie es schaffen, auch im zunehmenden Alter schlank zu bleiben. Vielleicht haben Sie zudem das Glück, dass Ihnen neben dem Gewicht auch weitere auf zunehmendes Alter hindeutende Merkmale erspart bleiben, also überwiegend ohne Brille auskommen und nicht so viele graue Haare haben.

Matchplan
Weniger Fett, Zucker, Rauch, Alkohol, Stress und UV-Strahlung und mehr Bewegung, frische Luft, leichtes Essen und gesunder Schlaf sollten dabei unverhandelbare Eckpunkte Ihrer Langzeitstrategie sein – das ist alternativlos. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, jeden Tag Brötchen zu frühstücken, den ganzen Tag auf verschiedene Bildschirme zu schauen, sich zwischendurch mit Süßigkeiten zu belohnen und spät ins Bett zu gehen. Auch Ärzte können niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat, aber vielleicht sollten sie häufiger symbolisch auf dem Rezeptblock harten Sport, kalte Duschen und Vollkornbrot verschreiben.

Sein Sie fair zu Ihren Zellen
Halten Sie Ihre Zellen so lange wie möglich frisch und vermeiden Zellgifte, um jünger aussehen und gesund zu bleiben. Mit anderen Worten: „Respect your cells“, denn Sie brauchen sie noch möglichst lange in einem guten Zustand. „You get what you give“ gilt auch hier. Sie haben zwar viele, aber keine darf entarten.

Gesund zu leben, ist einfacher als Sie denken und Gesundheit macht Ihr Leben mehr als alles andere aus.